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Kommunale Dienstleistungen – Dresdner Bürger werden von ihrer Kommune am meisten entlastet

Angesichts steigender Energiekosten wurde untersucht, welche der 20 bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands ihre Bürger mit einer guten Infrastruktur und günstigen Gebühren am meisten entlastet. ● Dresden zeigt sich mit einer hohen Anzahl an Spielplätzen und kostenloser Kindergartenbetreuung besonders kinderfreundlich und landet auf dem ersten Platz der Rangliste. ● Im Bereich Wohnen wird es für die Duisburger Bewohner am teuersten: Sie zahlen die höchste Jahresgrundsteuer und Stromgrundversorgung im gesamten Vergleich. ● Deutschlands größte Städte Berlin, Hamburg und München erheben tendenziell höhere Gebühren, weshalb es keine der Städte in die Top 10 geschafft hat.

31. August 2022

Essen, 06. Oktober 2022

Die Dienstleistungen der Kommunen haben einen großen Einfluss auf die Lebensqualität ihrer Bürger. Daher hat der digitale Immobilienmanager objego untersucht, welche deutsche Großstadt ihren Bürgern das beste Angebot an Dienstleistungen bietet. Um eine Rangliste zu erstellen, wurden die 20 größten Städte Deutschlands in 13 Faktoren in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Soziales bewertet.

Mit welchen Herausforderungen Bürger im Alltag konfrontiert sind, hat zu einem großen Teil mit der Infrastruktur und den Dienstleistungen zu tun, die ihnen ihre Stadt oder Gemeinde zur Verfügung stellt. Diese werden in der Regel durch Steuern und Abgaben der Bürger finanziert. Die Kommunen sind dazu verpflichtet, mit diesen Einnahmen im besten Sinne der Bürger richtig zu wirtschaften. Dafür muss entschieden werden, was die Allgemeinheit benötigt, was für sie den größten Nutzen erfüllt und gleichzeitig müssen die dafür aufgewendeten Ausgaben angemessen sein. Wie hoch die Gebühren für die gleiche Dienstleistung ausfallen, kann von Kommune zu Kommune stark variieren. Aber nicht nur die Kosten, sondern auch die Beschaffenheit der Infrastruktur macht einen entscheidenden Unterschied im Alltag einer jeden Einzelperson. Mit der Analyse dieser kommunalen Dienstleistungen wurde eine Rangliste an Angeboten der 20 Großstädte erstellt.

Die Top 3 Kommunen

Den ersten Platz belegt die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Vor allem im Untersuchungsfeld “Wohnen” stach Düsseldorf besonders positiv hervor: Mit 385 Euro Grundsteuer im Jahr nach aktuellem Stand weist die sächsische Kommune die niedrigste unter den ausgewerteten Städten auf. Neben Münster und Berlin können sich die Bürger Düsseldorfs außerdem über kostenlose Kita-Plätze freuen. 

Frankfurt am Main überzeugt im Ranking in gleich zwei Faktoren mit den günstigsten Gebühren. Zum einen kostet das Tagesticket für den ÖPNV lediglich 5,35 € und zum anderen liegt die Abwassergebühr im Schnitt bei nur 350 €. Überhaupt kommen die Frankfurter Bürger im Untersuchungsfeld “Wohnen” sehr günstig unter den Großstadtbewohnern weg. Die Finanzmetropole belegt insgesamt den zweiten Platz.

Zwar hat Bielefeld bei den einzelnen Faktoren kaum eine Bestbewertung, landet aber mit einem insgesamt soliden Dienstleistungsangebot und einer vergleichsweise günstigen Bepreisung auf dem dritten Platz. Im Untersuchungsfeld “Soziales” sticht die Kommune mit der zweithöchsten Anzahl an Spielplätzen (1,5 pro 1.000 Einwohner) und nur 45 € Kita-Gebühren für eine 9-Stunden-Betreuung gleich zweimal positiv hervor. 

Tabelle: Ergebnis der 20 ausgewerteten Kommunen

Weitere interessante Erkenntnisse: 

  • Die bayerische Landeshauptstadt landet auf dem 13. Platz. Mit durchschnittlich 6 € Gebühr für zwei Stunden Parken ist München die teuerste Kommune im gesamten Ranking.* Im Schnitt liegen die 20 Großstädte bei 3,88 € für zwei Stunden. Bei der Anzahl von Parkplätzen und Spielplätzen schneidet die Stadt an der Isar ebenfalls recht schlecht ab: Die Kommune stellt ihren Bürgern pro 1.000 Einwohner nur neun Parkplätze und 0,6 Spielplätze zur Verfügung. 

 

  • Berlin ist im Bereich Wohnen ein teures Pflaster und landet insgesamt auf Platz 9 im Ranking. Die Grundsteuer ist in der Hauptstadt mit 686 € am teuersten. Trotz einer günstigen Gebühr für den Anwohnerparkausweis weist Berlin auch in Sachen Mobilität ein schlechtes Ergebnis auf. Im Untersuchungsfeld “Soziales” kann die Stadt an der Spree aber gleich in zwei Kategorien die volle Punktzahl holen: Zum einen sind die Kita-Plätze in Berlin kostenlos und zum anderen sind die Friedhofsgebühren mit 520 € von allen 20 untersuchten deutschen Großstädten am drittgünstigsten. 

 

  • Auf dem letzten Platz landet die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Im Untersuchungsbereich “Mobilität” schneidet die Stadt an der Elbe am schlechtesten im gesamten Ranking ab. Mit 65 € für einen Parkausweis und 6 € für zwei Stunden Parken zahlen die Hamburger am meisten, um ihr Auto abzustellen. Auch bei der Anzahl der Parkplätze rankt Hamburg mit sieben Parkplätzen pro 1.000 Einwohner an hinterster Stelle der 20 Städte. 

*Generell und langfristig gesehen sind autoarme Städte besser zu bewerten, allerdings besitzen derzeit noch 83 % der deutschen Haushalte ein Auto und sind zum großen Teil auch darauf angewiesen. Für unsere Untersuchung haben wir daher günstige Parkplätze als positiv bewertet.

Über objego

objego erleichtert den Vermieter-Alltag mit digitalen Lösungen. Seit der Gründung im Jahr 2020 arbeitet das PropTech-Unternehmen an einer digitalen Plattform zur Immobilienverwaltung und bietet privaten Vermietern bereits eine digitale Lösung zur unkomplizierten Nebenkostenabrechnung, Finanzverwaltung, Dokumentenmanagement und Vorbereitung der Anlage V für die Steuererklärung. Insbesondere die vier Millionen Privatvermieter in Deutschland, die in nebenberuflicher Tätigkeit rund 14 Millionen Wohnungen verwalten, sollen von der cloud-basierten Verwaltungssoftware profitieren. objego ist eine Beteiligung des Energiedienstleisters ista und der Aareal Bank. Mehr Informationen unter https://objego.de.