Wohnungssanierung ohne Stress: Was Vermieter wissen sollten

Eine Sanierung kann den Wert Ihrer Immobilie und damit auch mögliche Mieteinnahmen enorm steigern. Doch sie ist nicht nur mit hohen Kosten verbunden, sondern bedarf auch einiges an Zeit und Planung. Wir haben für Sie wichtige Tipps zusammengestellt, die Sie bei der Sanierung beachten sollten.

Letztes Update: 4. Dezember 2023 | 4 Min. Lesezeit

Ein etwas aelterer Mann mit grauen Haaren, einem grauen T-Shirt, blauen Jeans und einer Kappe steht an einer Werkbank und hat die Haende auf einem langen Stueck Holz. Vor ihm steht eine Kreissaege. Im Hintergrund steht eine weitere Person mit rotem T-Shirt, die eine Stichsaege nutzt. Links stehen ein weiterer Tisch mit verschiedenen Elementen darauf.

Inhaltsverzeichnis

  1. Renovierung, Modernisierung oder Sanierung?
  2. Wie unterscheiden sich einzelne Sanierungsformen?
  3. Wann ist der richtige Zeitpunkt einer Wohnungssanierung?
  4. Wer ist der richtige Ansprechpartner für Sanierungswünsche?
  5. Was ist noch wichtig für Auftraggeber?

Manch eine Wohnung ist schon etwas in die Jahre gekommen und könnte durchaus gründlich überarbeitet werden. Doch der zu erwartende Stress, und der Zeitaufwand  halten viele Eigentümer von einer Sanierung ab.

Die größten Herausforderungen einer Sanierung sind:

• Verfügbare und qualifizierte Handwerker zu finden

• Vergleichbare Angebote zeitnah zu erhalten

• Die Gewerkeübergreifende Handwerkerkoordination

• Fehlende Bauexpertise und damit verbunden die Angst, etwas falsch zu machen

Es gibt jedoch bereits digitale Plattformen, auf denen Sie die passenden Handwerker finden und beauftragen können. Dies reduziert den Zeitaufwand deutlich und sorgt für weniger Stress.

Wann handelt es sich um eine Renovierung, Modernisierung oder Sanierung?

Die Zuordnung einzelner Baumaßnahmen zu den Bereichen Renovierung, Modernisierung und Sanierung ist nicht immer ganz einfach, denn im Rahmen einer Renovierung können durchaus die gleichen Bauleistungen gefragt sein wie bei einer Sanierung.

Im Volksmund wird zwischen den Begrifflichkeiten oft kaum unterschieden. Eine Sanierung umfasst aber weit größere Maßnahmen als eine Renovierung oder Modernisierung.

Bei einer Renovierung handelt es sich um Arbeiten, die dazu dienen, altersgemäße Abnutzungserscheinungen und Gebrauchsspuren zu beseitigen und den Nutzwert eines Objektes zu erhalten. Eine Modernisierung liegt vor, wenn das Ziel der Baumaßnahmen nur die wertsteigernde Verbesserung des Gebäudestandards ist, ohne dass gleichzeitig Reparaturen nötig wären.

Um eine Sanierung handelt es sich, wenn außerdem Schäden zu beheben sind und das Niveau der Ausstattung und damit auch der Wert auf ein höheres Niveau steigen. Eine Sanierung vereint Elemente von Modernisierung und Renovierung.

Wie unterscheiden sich einzelne Sanierungsformen?

Unter dem Oberbegriff der Sanierung versammeln sich verschiedene Formen mit unterschiedlichen Inhalten und Zielsetzungen.

Die Sanierung älterer Wohngebäude konzentriert sich auf vier wesentliche Bereiche:

  • Instandhaltungsmaßnahmen zur Behebung von Abnutzungs- und Altersschäden
  • Baumaßnahmen zur Anpassung an aktuelle technische Standards und Bauvorschriften
  • Sanierung zum Zweck der Senkung von Betriebskosten
  • Modernisierung und Umbauten wegen veränderter Ansprüche an die Nutzung

Die Innensanierung von Wohnungen befasst sich nur am Rande mit energetischen Sanierungen oder Maßnahmen zur Reduzierung von Betriebskosten, denn die finden üblicherweise außerhalb der Wohnungen statt.

Haende einer Person, die an einem Schreibtisch sitzt. Die Haende liegen beide auf einem Laptop. Neben dem Laptop liegt ein Handy und eine weiße Tasse steht dort. Im Hintergrund ist eine Gruenpflanze zu erkennen.

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Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Sanierung einer Wohnung?

Eine Sanierung ist immer dann sinnvoll, wenn Sanierungsbedarf und Leerstand zeitlich zusammentreffen. Ein neues Bad und eine neue Einbauküche sind nur schwer einzubauen, wenn die Räume bewohnt sind. Sind sie das vorübergehend einmal nicht, ist das genau der richtige Zeitpunkt, um eine Sanierung anzugehen. Das gilt besonders, wenn die Wohnung unerwünscht leer steht.

Eine umfassende Sanierung des Innenausbaus steigert nicht nur den Wert der Immobilie, sondern erhöht auch direkt die Chancen, gut zu vermieten oder zu verkaufen. Eigentümer, die ihre Wohnungen selbst bewohnen, haben dagegen oft ganz andere Gründe, eine Sanierung vornehmen zu lassen.

Eine Sanierung in Verbindung mit einem Umbau, der veränderten Lebensumständen Rechnung trägt, erfolgt natürlich am besten zeitnah zu diesen Ereignissen. Vielleicht wird ein Kinderzimmer gebraucht oder die Kinder sind eben ausgezogen und die Eltern wünschen sich nun einen Raum für ihr Heimkino und eine Wellnessoase im Badezimmer. Nicht selten ziehen auch pflegebedürftige Angehörige ein, wenn die Kinderzimmer sich gerade geleert haben. Dann ist es umso wichtiger, schnellstens Barrierefreiheit zu schaffen und einen seniorengerechten Badumbau vorzunehmen.

Sanierung kann sich lohnen

Durch eine umfassende Sanierung ist es möglich, den Wert der eigenen Immobilie zu steigern. Mit gezielten Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz lassen sich zudem die Kosten in der Nebenkostenabrechnung verringern.

Auch in Bezug auf die Höhe der Mietkosten kann sich eine Sanierung lohnen. Je nach Art der Maßnahme können die Kosten zum Teil auf die Miete aufgeschlagen werden oder eine geltende Mietpreisbremse wird sogar gänzlich ausgesetzt.

Was ist außerdem wichtig für Auftraggeber?

Bevor eine Sanierung in die Planungsphase geht, sollte sich der Eigentümer grob über sein Budget im Klaren sein. Natürlich steht der konkrete Finanzierungsbedarf erst nach dem Vorliegen der Sanierungsangebote fest, doch eine gewisse Größenordnung muss als Grundlage der Überlegungen vorhanden sein. Damit lässt sich der mögliche Umfang der Sanierungsarbeiten eingrenzen.

Wollen Sie eine Wohnung vollständig sanieren lassen, ist ein Mieterwechsel im Rahmen einer Neuvermietung der ideale Zeitpunkt. Sanierungsarbeiten in bewohnten Räumen sind eine erhebliche Beeinträchtigung, auf die Mieter nicht nur mit Verstimmung, sondern auch mit einer deutlichen Mietminderung reagieren dürfen.

Fazit

Haben Sie Wohnungen mit Sanierungsbedarf sollten die Maßnahmen bestenfalls dann stattfinden, wenn Leerstand herrscht. 

Mit umfassenden Sanierungen steigern Sie langfristig den Wert Ihrer Immobilie und können diese nach Abschluss der Arbeiten besser vermieten.

im Vorfeld sollten Sie ein grobes Budget festlegen und damit in die konkrete Planung gehen. So können Sie sich je nach Budget auf die dringlichsten Maßnahmen konzentrieren.

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Autor

Miriam Zaunbrecher

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